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Zu Besuch bei Bell N Bread

Erstellt von Patrik Widmer | |   47° Nord

Ich bin unterwegs zu Bell N Bread im Bieler Quartier Madretsch. Im Erdgeschoss eines Neubaus treffe ich Benjamin und Manuela Bellardant in einer modernen, lichtdurchfluteten, sauberen und ordentlichen Backstube. Die beiden sind kürzlich mit ihrer Bäckerei auf Rädern gestartet und liefern jede Woche Brot im Abo.

Was hat euch dazu bewogen mit diesem Projekt zu starten?

Die Herstellung des Brotes fasziniert uns. Die Zutaten sind sehr einfach: Wasser, Mehl und Salz und trotzdem ist der Prozess um ein schönes Brot herzustellen, sehr komplex. Handwerklich hergestelltes Sauerteigbrot aus lokalem Biogetreide existiert in Biel bisher nicht.

Wieso ein Brot Abo?

Bäckereien haben es heute schwer. Nur um ein Brot zu kaufen geht kaum einer hin, folglich muss das Angebot um Patisserie, Takeaway oder um ein Restaurant erweitert werden, um letztlich Brot verkaufen zu können. Dazu sind Geschäftsräume an einer guten Innenstadtlage notwendig, entsprechend hoch sind die Mieten. In einem klassischen Verkaufsgeschäft sind wir auch an Öffnungszeiten gebunden, was mit einer Familie sehr schwierig vereinbar ist. Mit unserem Geschäftsmodell befreien wir uns von vielen dieser Zwänge. Wir müssen nicht um 3h morgens in der Backstube stehen, sondern können das Brot tagsüber herstellen, wenn unsere Kinder in der Schule sind.

Uns geht es ums Brot und dessen faszinierende Vielfalt, welche wir den Menschen näher bringen möchten. Nicht zuletzt können wir dank den Abos den Foodwaste eliminieren, denn produziert wird nur, was bestellt ist.


Wie viel Mut hat es gebraucht um zu starten?

Sehr viel. Manuela war schon länger teilselbständig, es gab jedoch stets die Sicherheit von Ben's Einkommen. Alles auf eine Karte zu setzen war für uns beide ein grosser Schritt. Wird es funktionieren? Gibt es 400 Abonnenten die wöchentlich ein Brot bestellen? Wo finden wir das benötigte Kapital um eine Backstube einzurichten? Wir haben die Idee mehrmals wieder verworfen, bevor wir gestartet sind.

Woher kommt das Mehl?

Wir beziehen die unterschiedlichen Mehle von kleinen Mühlen aus der Region, das heisst aus einem Umkreis von 50km. Das biologisch angebaute Korn wird handwerklich auf Stein gemahlen, Dadurch erhalten wir Mehle, die das ganze Korn, mit allen Mineralien und Spurenelementen, enthalten. Wir produzieren während sechs Wochen jeweils jede Woche eine andere Brotsorte mit dem Mehl aus einer Mühle und wechseln danach zu einem anderen Produzenten. Damit möchten wir unseren Kunden die Vielfalt der unterschiedlichen Mehlsorten näher bringen.


Warum habt ihr ein Cargobike für eure Logistik gewählt?

Der ökologische Aspekt beim Transport ist uns wichtig. Wir backen Brot aus biologisch und lokal produzierten Mehlen und möchten das Brot entsprechend nachhaltig zu unseren Kunden transportieren. Mit dem Cargobike fahren wir am Stau vorbei direkt zum Briefkasten, So können wir die Verteilung effizienter bewerkstelligen.

Ein willkommener Nebeneffekt ist das zusätzliche Training, wir sind draussen unterwegs und das macht Spass.

 

Dein persönliches Brotabo

Weitere Informationen zum Angebot von Bell'n Bread und dein persönliches Brotabo findest du unter https://bellnbread.ch/de/


Radkutsche Rapid: Das Cargo E-Bike für Profis

Bell N Bread ist mit einem Rapid von der deutschen Manufaktur Radkutsche unterwegs. Das Cargo E-Bike überzeugt durch seine grosse Ladefläche, die eine halbe Europalette fasst. Der solide Stahlrahmen wird in Europa geschweisst und in Nehren bei Tübingen zu einem kompletten Transportvelo zusammengebaut.
Der Rapid kann mit einer Last von 200kg beladen werden und fährt sich trotz der grossen Zuladung entspannt und leicht. Nebst den unterschiedlichen Aufbauten kannst du selbstverständlich deine Wunschfarbe wählen. Darüber hinaus bieten wir eine grosse Auswahl an weiteren Konfigurations-Möglichkeiten.

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